Starbucks zeigt wie man Verhalten verändern kann

Starbucks hat kürzlich die Zwischenergebnisse einer dreimonatigen Studie über eine 5 Pence Gebühr auf recyelbare Becher veröffentlicht, welche in 35 ihrer londoner Outlets ausgeführt wurde. Die experimentelle Gebühr wurde mit der langjährigen Reduktion von 25 Pence gekoppelt, wenn Kunden die widerverwendbaren Becher wählen. Der Benutzer von einem widerverwendbaren Becher bekam so die Reduktion von 25 Pence und vermied ausserdem die Gebühr von 5 Pence, alles in Allem eine Reduktion von 30 Pence auf ein Getränk. Halbwegs während der Studie hatten 5,6% der Kunden in den beteiligten Outlets widerverwendbare Becher gewählt, eine Verbesserung von 2.2%. Das bedeutet einen Anstieg von 157% , was trotz alledem nur einen kleinen Prozentsatz aller Kunden ausmacht.

In 2016, machte Starbucks in ganz Grossbritanien den Versuch mit 50 Pence Reduktion auf alle widerverwendbaren Becher, ohne wirkliche Resultate. Also, warum funktioniert der Bonus von 30 Pence in 2018, wenn ein Vorteil von 50 Pence zwei Jahre vorher fehlschlug? Unofficiel gibt Starbucks zu, dass im grossen Mass wohl die Beteiligung der Mitarbeiter ausschlaggebend war, indem sie proaktiv an die Kunden getreten sind. Dies ist eine wertvollen Lektion. Das Experiment von Starbucks beweist, wie wichtig für Verhaltensveränderung die Art und Weise der Kommunikation mit Menschen ist.

Da die meisten der on-the-go Kaffeetrinker das Recylen ihrer Pappbecher wünschen, ist es offenbar, dass Verkäufer – klein wie gross - mit ihren Kunden über die korrekte Entsorgung für Recyling kommunizieren müssen. Gleichzeitig werden stärkere out-of-home Sammelsysteme benötigt. Heutzutage gibt es in Grossbritanien die erforderliche Kapazität um alle benutzten Pappbecher zu recyceln. Nahrungsmittelserviceunternehmen müssen mit ihren Kunden zusammenarbeiten um sicherzustellen, dass diese Becher verantwortlich entsorgt werden damit sie danach recycelt werden können.

MEHR GETRENNTE SAMMLUNG = MEHR RECYCLING = MEHR RESSOURCENEFFIZIENZ
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